Wild Island - Die Sendung von Pro 7 im Survival-Check | Teil 3

Der Survival-Check von Wild Island auf Pro7 geht in die dritte Runde. Im Gegensatz zu herkömmlichen Reviews interessieren wir uns weniger für die Story und Ereignisse der Sendung, sondern wollen vielmehr Hintergrundinfos zu den gezeigten Survival-Aspekten geben. Daher wird es heute auch etwas kürzer - in Folge 3 ist zwar viel passiert, aber nur wenig davon war neu.

Die Probleme der fehlenden Gruppenbildung verstärken sich weiterhin, Essen fangen ist immer noch schwierig - und ja, das Schwein lebt auch noch. Gegen Ende der Folge war aber etwas wirklich Intereressantes zu sehen - einer der Teilnehmer hat wohl Zahnschmerzen. Eine perfekte Gelegenheit, um ein bisschen über Survival-Hygiene zu schreiben.

Wie geht Survival-Hygiene?

Auch in der Wildnis müssen wir sauber bleiben. Wer sich in einer Survival-Situation nicht um Körperhygiene kümmert, läuft Gefahr, krank zu werden. Mit Survival-Hygiene meinen wir vor allem, regelmäßig den kompletten Körper zu waschen und sich die Zähne zu putzen.

Da sich die Teilnehmer direkt am Meer aufhalten, sind regelmäßige Bäder kein Problem. Das Thema Zähneputzen haben wir allerdings bislang noch nicht in den Aufnahmen gesehen - entweder ist es dem Produktionsteam zu trivial,  oder die Teilnehmer putzen sich tatsächlich nicht die Zähne.

Dabei ist es verhältnismäßig einfach, sich in der Wildnis eine Zahnbürste zu bauen und gute Zahnpaste selbst herzustellen.

Für die Zahnbürste benötigst du einen Zweig eines ungiftigen Baumes (also keinesfalls den Manchinelbaum oder Todesapfel aus der Sendung ;)), im besten Fall mit langen Fasern. Diesen zerkaust du an einem Ende, sodass ein breitgefächerter Pinsel entsteht. Schon hast du eine Zahnbürste.

Nun zur Zahnpasta. Der Ausgangsstoff die die Holzkohle deines Lagerfeuers. Nimm dir am besten ein paar kleine Holzkohle-Stückchen heraus und zerkleinere sie mit einem harten Gegenstand zu einem Pulver. Dieses vermengst du mit etwas Speichel oder Wasser (wirklich nur ein kleines Bisschen). Tauche deine Zahnbürste ein und putze - das war es auch schon.

Diese Kohle-Zahnpasta wirkt, weil der Kohlenstoff den Zucker im Plaque bindet, aus dem Bakterien sonst schädliche Säuren produzieren würden. Netter Nebeneffekt: Die kleinen rauen Kohlestücken polieren deine Zähne und machen sie auf Dauer weißer.

Mineralienquellen im Survival

Im vorherigen Teil haben wir die Problematik Regenwasser trinken im Survival angesprochen. Regenwasser ist praktisch destilliertes Wasser und enthält somit keine Mineralien. Obwohl das bei einer reichhaltigen, ausgewogenen Ernährung nicht allzu schlimm ist, wird es auf Wild Island vielleicht bald Probleme geben - eben weil die ausgewogene Ernährung nicht gegeben ist. Die Frage ist: Welche Mineralienquellen haben die Teilnehmer noch?

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In dieser Folge haben wir gesehen, wie ein Teilnehmer an einem salzigen Stein leckt. Eine weitere Mineralienquelle ist abermals das Feuer - allerdings nicht die Holzkohle, sondern die Asche. Diese enthält unter anderem Kalium, Magnesium, Phosphor und Natrium (Quelle). Hier können die Teilnehmer aktiv einer Unterversorgung von Mineralstoffen entgegen wirken.

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Teil 1 unseres Survival-Checks Wild Island

Teil 2 unseres Survival-Checks Wild Island

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