Survival: Essbare Bäume und weitere nützliche Baumarten

Stell dir vor, du bist in einem riesigen Baumarkt unterwegs, weil du dir eine Gartenhütte bauen möchtest. Um dich herum hängen und liegen Bretter, Nägel, Sägen, Hämmer, Dachpappe, Dichtungsmaterial, kurz gesagt alle Rohstoffe und Werkzeuge, die du für die Hütte brauchst. Außerdem hat das Suchen dich hungrig gemacht - zum Glück steht vor dem Baumarkt ein Imbiss.

Das Problem: Du hast dein Portemonnaie vergessen, weder Bargeld noch Karte dabei. Ganz egal also, wie umfangreich der Baumarkt bestückt ist oder wie viele Bratwürste schon auf dich warten - du kannst all das nicht nutzen, weil dir etwas Entscheidendes fehlt.

Genauso ergeht es dir, wenn du dich im Wald aufhältst und das, was dir fehlt, das Wissen über die Pflanzen im Wald ist. Dir stehen Rohstoffe, Werkzeuge und Nahrung zur Verfügung, aber nur, wenn du weißt, wonach du suchen musst.

Wir haben 5 Bäume ausgesucht, nach denen du im Wald aus verschiedenen Gründen Ausschau halten solltest - denn das Wissen über ihre Eigenschaften kann dich in einer Survival-Situation extrem voranbringen.

Die Birke - Survival: Essbare Bäume und weitere nützliche Baumarten

Egal, wie gut oder schlecht du dich in der Pflanzenbestimmung bereits auskennst - eine Birke erkennt einfach jeder. Die unverkennbare weiße Rinde dient aber nicht nur der Erkennung, sie wird dir auch nützlich sein, wenn du ein Feuer machen willst.

Birkenrinde hat zwei große Vorteile: Sie ist einfach und großflächig vom Stamm zu lösen, und sie enthält leicht brennbare Öle. Selbst wenn es geregnet hat und die Rinde feucht ist, kannst du sie verhältnismäßig einfach entzünden. Dafür bereitest du zwei Formen der Rinde vor.

Als Initial-Zunder, d.h. Zunder zur Aufnahme eines Funkens, löst du die kleinen papierartigen Fäden ab, die auf der Oberfläche der Birke zu finden sind. Nachdem du genug Fäden gesammelt hast, nimmst du sie zwischen deine Hände und formst sie durch Reiben zu einem Ball. Schon hast du ein schnell brennbares Zundernest.

Die dickere, feste Rinde löst du vom Stamm, indem du ihn mit einem Messer rechteckig einschneidest und die Rinde dann einfach abziehst. Diese Rinde nutzt du als Zweitzunder, um damit die ersten Äste zum Brennen zu bringen. Zusammengefaltet und in einen gespaltenen Ast gesteckt lässt sich die feste Rinde auch gut als Notfackel nutzen.

Bitte achte darauf, nach Möglichkeit nur Rinde von bereits umgefallenen Birken zu lösen.

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Die Fichte - Survival: Essbare Bäume und weitere nützliche Baumarten

Auch die Fichte ist praktisch, um ein Feuer zu machen - das Holz brennt schnell an, dafür ist die Brenndauer nur kurz. Dünne Fichtenäste eignen sich daher gut als Zwischenmaterial, um die großen Hartholz-Äste zu entzünden.

Vor allem aber ist die Fichte ideal, um dein Camp aufzubauen. Ihre Äste sind oft auffallend gerade, zudem besitzt sie wenige Äste. Obwohl das Holz der Fichte weich ist, sind die Stämme und Äste stabil genug, um zum Beispiel den Untergrund eines Schlafplatzes zu bilden. Auch wird die Fichte gerne benutzt, um das Bohrbrett für einen Feuerbohrer zu bauen.

Zuletzt kannst du die Triebspitzen, aber auch die ausgewachsenen Nadeln nutzen, um dir einen leckeren Tee zu kochen. Fichtennadeltee enthält Vitamin C und wirkt beruhigend auf die Atemwege.

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Der Ahorn - Survival: Essbare Bäume und weitere nützliche Baumarten

Im Frühling kannst du den Ahorn als Nahrungsquelle verwenden. Sowohl die jungen Blätter, als auch die Triebe und Blütenstände sind essbar. Wichtig ist vor allem, dass du diese Notnahrung roh zu dir nehmen kannst.

Wenn du zum Beispiel einen Fisch backen möchtest, eignen sich die großen Ahornblätter gut zum Einwickeln. Schau dir hierzu am besten unser Video zum Survival-Backofen an.

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Die Eibe - Survival: Essbare Bäume und weitere nützliche Baumarten

Sieht ein bisschen aus wie eine Fichte, du solltest dir aber keinesfalls einen Tee daraus kochen: Die Eibe ist hochgiftig. Das gilt für die Rinde, die Nadeln sowie die roten Samen.

Daher gilt: Augen auf und Finger weg von der Eibe!

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Die Kiefer - Survival: Essbare Bäume und weitere nützliche Baumarten

Die langen, hellgrünen Triebe der Kiefer eignen sich hervorragend als Notnahrung. Entferne einfach die Nadeln vom Trieb, die schon zu hart geworden sind, indem du sie entgegen der Wuchsrichtung abstreifst. Anschließend kannst du den Trieb wie ein Gemüse roh essen.

Ebenso wie bei der Fichte kannst du dir aus den Nadeln und den Trieben der Kiefer einen Tee kochen. Kieferntee wirkt beruhigend auf Blase und Nieren - und hat dazu noch einen erfrischenden Geschmack.

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