10 Dinge, die im Rucksack unnötig sind (und trotzdem nehmen alle sie mit)

Wer schon einmal wandern oder trekken war weiß, dass für das eigene Wohlergehen eine Sache ganz entscheidend ist: Das Gewicht des Rucksacks. Leider passiert es häufig, dass Wanderer viel zu viel unnötigen Ballast einpacken.

 Warum ist das relevant? Wer schon einmal ein Gewicht von 1 oder 2 Kilogramm in der Hand hatte weiß, dass es sich hier nicht um viel handelt. Der Eindruck täuscht aber, denn umso länger die Tour ist, desto schwerer fühlt sich das Zusatzgewicht an.

 Zum gefühlten Gewicht kommt auch noch der tatsächliche Energieverbrauch hinzu. Auf einer Wandertour in einfachem Gelände bei normaler Geschwindigkeit verbraucht ein 90 Kilogramm schwerer Mann (Gewicht inklusive Rucksack) etwa 2150 Kilojoule pro Stunde - ein guter Wandertag von 8 Stunden macht dann also 17.200 Kilojoule. Zum Vergleich: Das sind rund 11 Hamburger.

 Wenn man dazu nur 3 Kilogramm unnötigen Ballast hinzufügt, steigt der Energiebedarf auf 2215 Kilojoule pro Stunde, und damit 520 Kilojoule pro Wandertag zusätzlich. Das hört sich erstmal nach nicht allzu viel an. Doch wir müssen bedenken, dass unser Körper beim Wandern ohnehin schon einen überdurchschnittlichen Energieverbrauch über einen langen Zeitraum zu bewältigen hat.

 Unsere Empfehlung, ob beim Survival oder beim Wandern, ist daher die Grundregel "Weniger ist mehr". Ein leichterer Rucksack bedeutet weniger Energieverbrauch und damit auch, dass du länger und weiter wandern kannst. Zudem besteht eine geringere Verletzungsgefahr durch Ermüdung.

Hier sind die 10 Dinge, die im Wanderrucksack meistens fehl am Platz sind:

Niedrigkonzentrierte Nahrung

Sicherlich schmecken die Salami und der Apfel gut - aber sie enthalten viel Wasser, das getragen werden will. Profis setzen daher auf konzentrierte und trockene Nahrung, die dann mit Wasser am Ort der Zubereitung mit Flüssigkeit versehen wird. Hier lassen sich schnell Kilos einsparen - gerade bei längeren Touren.

Minderwertige Ausrüstung

Bei Outdoor-Ausrüstung gilt das gleiche wie für gute Motorräder und Sportwagen: je leichter, desto teurer. Allein beim Zelt lassen sich schnell bis zu 3 kg und mehr einsparen, wenn man hochwertigere Lösungen kauft. Das gleiche gilt bei der Windjacke, den Schuhen etc. Kaufe dir also Leichtigkeit

Batterien

Vielleicht hast du einen E-Book-Reader, einen mp3-Player, ein GPS-Gerät, eine Taschenlampe dabei - und alle benötigen vielleicht Batterien? Sehr schwer. Besser: Solarakkus oder Geräte mit Kurbelantrieb - oder einfach weglassen. Das spart schnell 300 bis 500g oder mehr.

zu viele Klamotten

Draußen unterwegs sein ist genauso wie Spaghetti kochen: Du brauchst immer weniger, als du denkst. Ein Paar Schuhe, eine Hose, ein Shirt, eine Jacke, etwas Unterwäsche und Socken - fertig. Wer mehr mitnimmt, schleppt unnötiges Gewicht. Tipp: Nähzeug ist sehr hilfreich, wenn mal ein Knopf abgeht.

mehrere Paar Schuhe

Ah, die Schuhe. Nehmen wir lieber noch dieses Paar hier mit, denn man weiß ja nie. Könnte ja nützlich sein. Die Realität sieht aber so aus, dass das zweite Paar allerhöchstwahrscheinlichstens nicht nützlich, sondern Ballast sein wird. Eine kluge Wahl sind ein paar Sandalen, die du zum Beispiel in flachen Gewässern anziehen kannst. Richtige Schuhe aber brauchst du nur ein Paar - deine Wanderschuhe.

Bücher

Wir leben im 21. Jahrhundert - wenn du etwas zu lesen bei dir haben möchtest, wähle besser einen E-Book-Reader und fühle, wie dein Rucksack leichter und leerer wird. Ein oder zwei Papierbücher, am besten als Hardcover, wirst du nach den ersten Kilometern verfluchen.

Laptop

Wenn du nicht gerade die Abgeschiedenheit der Natur brauchst, um endlich deine Doktorarbeit zu schreiben - lass den Laptop doch besser zu Hause. Er nimmt Platz weg, wiegt mehrere Kilo und du wirst ihn nicht wirklich brauchen.

zu viele Toilettenartikel

Haben wir auch alles? Shampoo, Duschgel, Conditioner, Makeup, Anti-Pickel-Creme, Rasierschaum, Fön? Sich in der Natur zu bewegen bedeutet auch, bescheiden zu sein - unter anderem mit seinem Aussehen. Achte darauf, dass du nur die nötigsten Dinge wie eine Zahnbürste mitnimmst. Alles andere nimmt Platz weg.

dicke Kleidung

Klar, niemand will frieren. Auf der anderen Seite nimmt dicke Kleidung eine Menge Raum ein und wiegt auch nicht wenig. Die Lösung ist das so genannte Zwiebelprinzip: Mehrere Schichten dünner Kleidung halten ebenso warm wie eine Schicht dicker Kleidung. Die Winterjacke muss also vielleicht gar nicht in den Rucksack, wenn du unter deiner Allwetterjacke genug Kleidungsschichten trägst.

Kissen

Die einen können ohne Kissen nicht schlafen, die anderen können gut und gerne drauf verzichten - egal, zu welcher Gruppe du gehörst, ein Kissen wirst du nicht brauchen. Wenn der Boden zu hart ist, kannst du Kleidungsstücke oder deinen Rucksack als Kopfunterlage verwenden.

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